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Google-Maps-Foto mit den beiden Häfen von Pátras (der neue Hafen wurde 2011 angelegt)
und mit der 2004 eröffneten Schrägseilbrücke über den Golf von Korinth

Pátras: Oben die „Andréas Kál­vos”, das neue Fährschiff für Inseln wie Ithaka und Zákynthos; daneben die Schrägseilbrücke
Darunter die Platía Georgíou, der Hauptplatz von Pátras; vorn in der Mitte das
von Ernst Ziller erbaute und 1872 eröffnete klassizistische Apollon-Theater

Quellen: Google Maps: Pátras   www.levanteferries.com/media/228001/kalvos-1.jpg   https://i.ytimg.com/vi/PBQ2TBeY4L0/0.jpg   www.transferme.gr/destination/patra/


Für die anderthalbstündige Rückfahrt nach Pátras nehmen wir die Küstenstraße A8, eine von Athen herführende und noch längst nicht fertiggestellte Schnellstraße. Die erlaubte Geschwindigkeit von 100 km/h ist angemessen, denn streckenweise fehlen seitliche Schutzplanken; und bald habe ich auf einen Esel zu achten, der sich wohl losgerissen hat und direkt an der Fahrpiste steht. Nach un­ge­fähr einer halben Stunde sehen wir bis Pátras fast ständig den Golf von Korinth zu unserer Rechten.

   Das im Osten von Pátras von uns gebuchte Strandhotel wird soeben umgebaut, sodass man uns kaum mehr als das Allernötigste anbieten kann. Wir fahren bald weiter in die Innenstadt und durch­strei­fen das quicklebendige Stadtzentrum und das Hafenareal. Der Hafen ist immer noch der drittgrößte Griechenlands, büßte aber nach der Eröffnung des Kanals von Korinth an Bedeutung ein, da er nicht län­ger die wichtigste Zwischenstation für die langwierige Umrundung der Peloponnes war; zudem verlor er durch den Flugverkehr viele Übersee-Reisende. Durch die neuen Fähr­rou­ten nach Italien und zu den ionischen Inseln (nach Ithaka etwa) konnten indes einige Verluste wettgemacht wer­den.

    Postskript: Die Fährverbindung mit unserem vorherigen peloponnesischen Reiseziel Ithaka war jahrelang unterbrochen und wurde Anfang 2019 mit der staatlich subventionierten „Andréas Kál­vos wieder aufgenommen. Im selben Jahr wurde der auf Zákynthos beigesetzte Dichter und Philosophiedozent Kálvos zu seinem 150. Todestag mit ei­ner 2-Eu­ro-Gedenkmünze geehrt.


Nach dem Abendessen lassen wir uns des Längeren in einem Straßencafé auf der hafennahen Platía Georgíou nieder. Die bedienenden jungen Männer müssen sich wie die Kellner in Fríkes auf Itha­ka kühn durch den recht flüssigen Straßenverkehr lavieren. Eine Augenweide angesichts so vieler umliegender Betonklötze ist das von Ernst Ziller erbaute Apollon-Theater, eines der wenigen er­hal­te­nen klassizistischen Gebäude der Stadt.

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