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Leonardo da Vinci, ‚Das letzte Abendmahl‘

Bildquellen: Google Maps  https://nbts.it/wp-content/uploads/2020/09/nbts-viaggi-milano-cenacolo-vinciano.jpg 


Die. 1.8.89) Vor Verlassen der Stadt fahren wir noch zur Dominikanerkirche „Santa Maria delle Grazie“, um uns im Refektorium Leonardos Fresko ‚Das letzte Abendmahl‘ anzuse­hen. Aus ungefähr 10 Meter Abstand lässt sich in dem temperierter Saal der erschreckende Erhaltungszustand erkennen, zu dem nicht zuletzt die Essensdünste der hier tafelnden Mönche sowie die Nutzung als Pferdestall und Waffenkammer durch napoleonische Truppen beigetragen haben. Trotz der seit 1977 laufenden Grundrestaurierung, die auch die vorhergehenden Restaurationsbemühungen zu entfernen sucht, hat sich das Wandgemälde nur im Abglanz erhalten. Es lag sowohl an der Feuchtigkeit des Mauerwerks als auch an Leonardos Versuch, bei der Seccotechnik Ölfarben mit organischen Farben zu kombinieren. Einzelheiten: Inmitten der aufgeregten Jünger der wie teilnahmslos und im Halb­dun­kel geduckt dasitzende Judas; mit dem Geldsäckel in der Rechten hat er sich weit auf den Tisch gestützt. Die Fluchtlinien der Zentralperspektive gehen von Christus aus, der Licht­einfall jedoch kommt nicht von den Fenstern hinter ihm her, sondern fällt von linken Seitenfenstern her auf die rechte Wand (dies ist erst jetzt, seit den Restaurierungsarbeiten von Pinin Brambilla gut zu erkennen). Christus wie alle Jünger sind ohne Heiligenschein gemalt (eine kühne Neuerung des Renaissancekünstlers Leo­nar­do).


Am späten Vormittag erreichen wir Bologna und gelangen durch enge Gassen zu der Universität, der ältesten Europas. Wir erfrischen uns in einem Café und betrachten das be­sinnliche Treiben rings um die niedrigen Backsteingebäude; zur Zeit sind hier Semesterferien.

   Gegen Mittag sind wir in Florenz und halten auf der Anhöhe „Piazzale Michelangelo“, die über den Arno hin auf das historische Stadtzentrum blicken lässt. Gekrönt wird der Piaz­za­le von einer Bronzekopie des kampfbereiten „David“ von Michelangelo. Die bekanntere Marmorkopie sehen wir wenig später vor dem Palazzo Vecchio wieder; hier erholen wir uns in einem Café an der Piazza della Signoria und haben dabei auch die Loggia dei Lanzi mit Cellinis Perseus und dem Medusahaupt vor Augen. Ich prüfe noch, ob der vor Jah­ren von mir aufgesuchte Figaro in der Nähe des Doms noch hier arbeitet – nein.

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