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Sintra, Castelo dos Mouros
Rechts: Monserrate, Francis Cooks Palast und Parkgelände


Quellen: http://3.bp.blogspot.com/-6IbbO1D45yU/VRBO4MQD2II/AAAAAAAAJ1s/1CBobg_B0Jw/s1600/1%2Ba%­2Bp­ala­cio%2Bmonserrate.jpg

 www.smh.com.au/content/dam/images/g/l/x/c/8/t/image.related.articleLeadNarrow.300x0.glxcc4.png/1451534003899.jpg http://static.panoramio.com/photos/large/72616421.jpg


Wir erklimmen noch das auf 400 Meter Höhe gelegene nahe Maurenkastell, von dessen Wehrgängen und -türmen aus sich uns ein grandioser Blick über den Palast bis hin zur Region von Mafra und unserem benachbarten Quartierort Gradil bietet.

    Das vom 8. bis 9. Jh. auf einem Granitfelsen angelegte Kastell besaß zwei Befestigungsringe, von denen der weitere auch der umliegenden Bevölkerung Zuflucht bot. Mitte des 12. Jh. mussten sich die almoravidischen Mauren dem ersten portugiesischen König Dom Afonso I ergeben, der ihnen bald danach wie auch den Juden Schutzgarantien gab und überdies ihre (religiösen) Gebräuche akzeptierte. Die letzten Bewohner der militärisch bedeutungslos gewordenen Festung waren überwiegend vor der spanischen Inquisition geflüchtete Juden, bis diese von Manuel I auch aus Portugal vertrieben wurden.

   Neben portugiesischen Fahnen wehen hier oben noch die grüne Fahne des Propheten und eine rote mit dem Davidstern.


Auf der weiteren Fahrt östlich durch die Waldgebirge von Sintra halten wir nach wenigen Kilometern vor dem maurisch inspirierten Palácio de Monserrate. Die Mitte des 19. Jh. von dem englischen Textilfabrikanten und Sammler Francis Cook erbaute Villa wurde von Angehörigen seiner Familie bis 1946 bewohnt; drei Jahre später erwarb der portugiesische Staat den Palast. Zur Zeit ist er wegen Restaurierungsarbeiten leider verhängt. So machen wir einen ausgedehnten Rundgang im Umkreis des großen Anwesens. Der von Cook angelegte Park hat großenteils eine geographische Systematik, so gibt es in der Nähe der Villa einen mexikanischen Gartentrakt mit Yuccas, Kakteen und Agaven sowie einen japanischen mit diversen Bambusarten. Im Weiteren finden sich neben seltenen heimischen Pflanzen wie dem Erdbeerbaum Exotica aus aller Herren Länder, darunter australische Arakaurien und Sumpfzypressen.

   Nach einiger Zeit gelangen wir auf Pfade, die im Dämmerlicht dieses Regenwaldes liegen. Wir kommen an uns unbekannten Riesenfarnbäumen vorbei; an den Ästen anderer Bäume hängen büschelartige Flechten, die wir ähnlich vom „Spanischen Moos” der US-Südstaaten her kennen, hier jedoch teilweise so der südpazifische Eisenholzbaum alias Metrosideros Excelsa schrubberharte Zotteln aufweisen. Es ist nicht einmal deutlich, ob auch sie nur Aufsitzerpflanzen sind oder vielleicht zu der Baumart selber gehören. Begleitet werden wir vom Geplätscher und Geriesel des Wassers, das ohne Pumpsysteme aus mehreren Regenwasserreservoirs von der Höhe herangeleitet wird.


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