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Die Wallfahrtskirche von Fátima mit der „Erscheinungskapelle” (links in der Mitte)



Fátimas drei Hirtenkinder oder (nach Mignons Lied): „Was hat man dir, du armes Kind, getan?”

Quellen: http://fatima-portugal.net/wp-content/uploads/2017/01/10-Fatima_Portugal_Tours.jpg
  http://8776-presscdn-0-84.pagely.netdna-cdn.com/wp-content/uploads/2016/10/Instant-City-Lucia-Francisco-Jacinta-Fatima-001.jpg

 

Nach einem Imbiss in der Stadt und einem Obolus für eine hautkranke Bettlerin nehmen wir den Rückweg über die Autobahn. Wir wollen aber nicht nur diesen portugiesischen Hort der Aufklärung besucht haben, sondern auch dessen Gegenpol und biegen deshalb auf halber Strecke zur Landstraße nach Fátima ab. Den Mietwagen parken wir gleich hinter der Basilika und treten von dorther auf den riesigen Platz.

   Wir befinden und schon in der Nähe der sogenannten Erscheinungskapelle („Capelinha das Aparições”), die dort erbaut wurde, wo 1917 den drei Hirtenkindern auf dem Felde die Ver­kündigungen zuteil geworden wären. Über der winzigen Kapelle hat man ein pavillonähnliches Gebäude errichtet, vor dem sich jetzt hunderte Personen angesammelt haben, die auf dem riesigen Platz gleichwohl trostlos verloren wirken. Einige wenige rutschen auf einer eigens für sie angelegten Marmorbahn auf den Knien bis vor die Marienstatue, viele andere be­gnü­gen sich damit, bis zu einem Meter lange Kerzen zu entzünden und dort abzustellen oder in ein Feuerbecken zu werfen. Nebenan kann man in einem Devotionaliengeschäft außer Ker­zen auch Knieschützer oder Wachsfiguren kaufen. Von letzteren pflegt man in Hoffnung auf Genesung oder Linderung stellvertretend den bei einem selber versehrten oder erkrank­ten Körperteil zu verbrennen.

   Zum Gedenken an den von den Kindern prophezeiten Untergang des Kommunismus stellte man 1994 am Rande des Geländes auch ein Stück der Berliner Mauer aus; mitunter ist zu lesen, dass die Mauer an einem 13. Monatstag (am 13.8.1961) erbaut wurde und darum mit den Marienerscheinungen (jeweils an einem 13. Tag) in einer mystischen Verbindung ste­hen müsse.

   P.S.: Nach unserem Besuch wurde 2012 gut 500 Meter gegenüber der Basilika eine der größten katholische Kirche weltweit geweiht, die „Kirche der Allerheiligsten Dreifaltigkeit”; der Rundbau hat beinahe 9000 Sitzplätze.


Auf der Weiterfahrt geht uns auf, warum Portugal im EU-Bereich das Land mit der relativ höchsten Zahl von Verkehrstoten ist. In der Regel wird vernünftig gefahren, doch auf den Auto­bah­nen vernachlässigen viele auf schon idiotische Weise den Sicherheitsabstand: Immer wieder sind da Grüppchen von Autos zu sehen, deren Fahrer auch bei 140-150 km/h kaum fünf Me­ter Abstand zueinander halten. So kommen wir denn auch auf dieser kurzen Strecke bis Gradil zweimal an frischen Auffahrunfällen vorbei. – Beim Einbiegen nach Gradil geraten wir in eine Polizeikontrolle, die dort auch am nächsten Morgen halbversteckt auf der Lauer liegt und vielleicht einen Sperrbezirk abschirmt.


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