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Kasper Gutman in DER MALTESER FALKE (51:06)



Eddie Hagedorn in HAMMETT (1:11:04)

Filmpoetische Reminiszenzen an John Hustons Hammett-Verfilmung
The Maltese Falcon’/ Die Spur des Falken (1941)

 

Die zweite Drehbuchfassung für ‚Hammett’ stammt von Thomas Pope, der nach Wenders' Vorstellungen stärker auf die (li­te­ra­ri­sche) Bio­gra­phie Hammetts eingehen sollte. Pope orientierte sich dabei besonders an Hammetts ‚The Maltese Falcon’ (1930) und des­sen groß­ar­ti­ge Verfilmung durch John Huston. Trotz der nachfolgenden Überarbeitungen dieses Drehbuchs durch zwei wei­te­re Dreh­buch­au­to­ren hat Popes Arbeit deutliche Spuren hinterlassen.

   Ein Fingerzeig dafür, daß der Hustons Film auch in Wen­ders' Film stän­dig mit ins Spiel gebracht wird, ist die seit der ersten Szene mehr­mals gezeigte Falkenskulptur auf Hammetts Schreib­tisch. Nicht zu über­se­hen sind danach die Sze­nen im Um­kreis des „fet­ten Man­nes” Ed­die Hage­dorn (ali­as Kasper Gutman in ,Die Spur des Fal­ken’)8). Und ge­ra­de­zu pro­gram­ma­tisch für die An­knüp­fung an den ‚Fal­ken’ ist die wun­der­vol­le Präsenz von Eli­sha Cook als Ham­metts Taxi­fahrer Eli. Sei­ne jet­zi­ge Rol­le kommt nicht von un­ge­fähr, verfolgte er doch sel­ber einst, als Wil­mer, Sam Spade im Taxi. Sei­ne da­ma­li­ge Rol­le als un­ge­schick­ter ho­mo­se­xu­el­ler „Ka­no­nier” (gun­sel”) des fet­ten Man­nes wird nun von Winston übernommen (Da­vid Pat­rick Kel­ly), der sich wie Wil­mer hin­ter ei­ner Zei­tung zu ver­bergen sucht und von Ham­mett den ge­wis­ser­ma­ßen film­kun­di­gen Rat be­kommt, ihm doch in ei­nem Ta­xi zu fol­gen und ihn besser vor sei­nem Haus zu über­wa­chen. Gleich Wil­mer, der wie­der­holt vor Spades Woh­nung un­ter ei­ner La­ter­ne war­tend da­steht, kann Win­ston den ihn stän­dig über­töl­peln­den (Ex-)­De­tek­tiv nur hy­ste­risch ver­flu­chen und wird wie er un­ter den Augen sei­nes Bos­ses von ihm ent­waff­net. Win­ston, auch wenn er oder weil er nicht bis drei zäh­len kann (für Ga­ry Salts Ab­gang ver­sucht er es noch ein­mal), macht al­ler­dings ei­nen wirk­lich heim­tü­ckisch ge­fähr­li­chen Ein­druck. Je­ner Kil­ler Wil­mer, der kaum ein­mal den Blick zu he­ben wagt, hat ja im Grun­de ei­ne Kna­ben­rol­le, wird von Spade bei­na­he oh­ne Ge­gen­wehr auf sa­di­sti­sche Wei­se bloß­ge­stellt, er­starrt förm­lich ob des­sen Im­per­ti­nenz und bricht end­lich in Tränen aus, als al­le in der Runde ihn zum „Sün­den­bock” be­stimmen. Wird der dann k.O. Ge­schla­ge­ne von

 

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