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III Zu Wim Wenders
IV Film und Kindheit
V Mitschüler/Schulen
VI GERMANISTICA


Reiseroute 1980 durch 23 US-Bundesstaaten
(rot unterstrichen die Übernachtungsorte):

Von New York über Cape Cod (B) nach Boston (C) und Al­ba­ny (D); westwärts weiter nach Buffalo (E), zu den Niagara Fäl­len (F) sowie nach Detroit (G) und Chicago (H); sodann süd­wärts über Springfield (I) und St. Louis (J) nach Memphis (K) und New Or­leans (L); über Pensacola (M), Atlanta (N), High Point (O) und Washington (P) zurück nach New York
 
 
 

Kartenquelle: https://maps.google.de/


 I.  Der Osten: 5000-Meilen-Rundreise vom 19.7.-7.8.1980

Reisebericht von Horst Fleiig

Revidierte Fassung von März 2022


Reise mit insgesamt 20 Übernachtungen, davon 7 in New York, je eine in Boston (Massachusetts), Albany (New York), Buffalo (New York) und Detroit (Michigan), 2 in Chicago (Illi­nois), je eine in St. Louis (Missouri) und Memphis (Tennessee), 2 in New Orleans (Louisiana) und je eine in Atlanta (Georgia), High Point (North Carolina) und Washington, D.C.

   Nach New York durchfuhren wir die Staaten New Jersey, Connecticut, Rhode Island, Canada (für die Niagarafälle), Indiana, Arkansas, Kentucky, Mississippi, Alabama, Florida, South Carolina, Virginia, Maryland und Delaware.


Erst eine Woche nach dem Rückflug setzten bei mir Non-Stop-Autofahrt-Träume ein, die mich mehr strapazierten als die Reise selbst. Es war wohl eine alptraumhaft verdichtete psy­chographische Wiedergabe der schrittweisen Eroberung dieses Landes; und erinnerte mich spontan an den Traum, den der Amerika durchfahrende Philipp Winter in Wim Wen­ders' ,Alice in den Städten’ (1974) einmal hat, als er im ,Skyway’-Motel vor dem Fernseher eingeschlafen war.

 

Der lange Anflug vom nasskalten Düsseldorf her und auch die größere Zeitverschiebung stimmten uns beide recht euphorisch, als erwartete uns dort drüben etwas aus vielen Filen und Fernsehberichten Altvertrautes und zugleich Utopisches. Tatsächlich stellt sich eine irreal wirkende Szenerie in den ersten Minuten nach Verlassen der Abfertigungsgebäudes ein: Durchs bläulich getönte Busfenster wie in einem 3-D-Farbfilm zu sehen, kommen wir im Bannkreis des jetzt sommerwarmen Kennedy International Airport luftig gekleidete Perso­nen in ausladenden, mitunter dreiachsigen und mehrfach abgeteilten Limousinen vorbei. Das irreale Präsenzgefühl hält sich beinahe eine Viertelstunde, bis sich der Blick während der Busfahrt durch die öden vernachlässigten Highway-Pisten von Queens und Brooklyn allmählich ernüchtert. Wüst und fast schon wieder possierlich der Anblick der vielen abgefal­lenen verrosteten Auto-Kleinteile, die auf den Trennmauern der Schnellstraßen wie aufgebahrt an einem vorüberziehen. Im Halbdunkeln des unterirdisch angelegten Busbahnhofs ausgestiegen, werden wir sogleich von Taxi-Mittelsmännern umlagert, die ich abwimmele, bis man uns auf die Existenz von Kontrollnummern für Taxis aufmerksam macht. Unser Ta­xifahrer bleibt sitzen und lässt nur den Kofferraum aufspringen.

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