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Oben: Kinoplakat von Hildegard Karnath (1954)

Rechts: ‘Der Wolf und die sieben jungen Geißlein’
(Szenenphotos der Filmversion von 1957)

 

Quellen: www.kinoplakate.de/zeigebild.php?url=mp/g_Frau_Holle_1.jpg  www.cinema.de/kino/filmarchiv/film/der-wolf-und-die-sieben-geisslein,1337063,ApplicationMovie.html?tab=Bilder
 

‚FRAU HOLLE


Bei der Frage nach meinem ersten Märchenspielfilm im Kino stellen sich sogleich Märchenszenen bei mir ein:

   Werden da nicht Brotlaibe in riesige Backöfen geschoben? Auch wird mir dann die Szene erinnerlich, wie eine alte Frau, die eine hässliche Hornbrille zu tragen scheint, vom Himmel her ihre Kissen, aus denen die Schnee­flocken hernieder rieseln, ausschüttelt.

Die Backofen-Szene erblicke ich fast jedesmal auf einen gewissen Häuserblock projiziert, in den ich als Kind von meiner Großmutter öfter zum Ein­kau­fen geschickt wurde und in dem sich tatsächlich auch eine Bäckerei befand.

 

 

DER WOLF UND DIE SIEBEN GEISSLEIN

 

Diesen Film sehe ich wohl wenig später. Springt da nicht das kleinste der Geißlein nach rechts hin in die große Standuhr? Und liegt nicht der Wolf wild schnarchend am Rande eines Baches, als sich der Jäger seitlich von links her nähert? Es scheint ein Puppentrickfilm zu sein. – Auch diese Filmszenen finde ich in der Erinnerung an altvertrauten Orten angesiedelt, nämlich bei der großen Hängeuhr im Hause jener Großmutter und bei dem Bach hinter ihrem Garten.

Für mich sieht das nach einer unbewussten seelischen Identifikation mit dem kleinen Geißlein aus, das bei meiner Großmutter vor meinem ge­walt­tä­ti­gen Vater gerettet wird. – Vermutlich sah ich damals den 12-minütigen Puppentrickfilm der Gebrüder Diehl aus dem Jahre 1937 gewesen sein; in später Kindheit könnte ich zudem noch die 55minütige Version von Peter Podehl aus dem Jahre 1957 gesehen haben, in der Schauspieler in Tier­ko­stümen agieren.

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