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Niall MacGinnis in ‚Martin Luther’ (1953); die Szene auf dem Reichstag zu Worms (1:18:37)




Links oben: „Was gilt die Wette?” (‚Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel’)

Darunter: Alfred Diehl beim Präparieren seiner Puppen

Quelle: Eckart Sackmann, ‚Mecki: Einer für alle’ (Hamburg 1994), S. 18


DER WETTLAUF ZWISCHEN DEM HASEN UND DEM IGEL

Auch dieser Pup­pen­trickfilm der Brüder Diehl wurde uns 1953/54 vom Rektor gezeigt. 1994 konn­te ich ihn mir wie­der in der Al­to­na­er „Me­cki”-Ausstellung an­schau­en und fand mich so­gleich wie­der eingetaucht in die magisch dichte und manch­mal be­klem­men­de At­mo­sphä­­re des Igel­hauses und der umliegenden Fel­der. Am stärksten wir­ken die­se Nah­auf­nah­men im Pup­pen­stu­dio für die Sze­ne, als der ge­las­sen Pfeife rauchende Igel in hohen Pflan­zen­stau­den um­her­spa­ziert. Und wie schreck­lich ist doch im­mer noch der Er­schöp­fungs­­tod des be­trogenen Ha­sen!



‚MARTIN LUTHER


Der Rektor unserer evangelischen Schule führt uns in mehrere Klassen die Straße hinunter zum KASTELL-Kino, wo wir uns zum Re­for­ma­ti­ons­tag ei­nen Film über Mar­tin Lu­ther an­se­hen sol­len. Die ein­zi­ge mir erin­ner­liche Bildsze­ne hat mich so be­ein­druckt, daß sie mir von Zeit zu Zeit wie­der vor Au­gen und in den Sinn kommt: Luther geht nach rechts hin auf ei­nen of­fen­bar voll­be­setz­ten Saal zu und wird beim Ein­gang von jeman­dem mit den Wor­ten an­­ge­spro­chen: „Mönch­lein(?), Du gehst ei­nen schwe­ren Gang”.

In Erinnerung geblieben wäre mir also ein weiteres bildszenisches Konzentrat, das den Gehalt des Films in nuce erfaßt hat, näm­lich die Iso­la­ti­on des­sen, der seinen gei­sti­gen Pro­­test kom­pro­mi­ßlos durch­hält. Allerdings scheint jene mit dem überlieferten Wort des Hau­de­gens Ge­org von Frunds­berg (Mönchlein, Mönch­lein ...”) über­haupt nicht im Film vorzukommen. Sollte ich sie von ei­nem späteren Wissensstand her assoziativ hin­zu­phan­ta­siert ha­ben?.

   Ohne bestimmte Bildszene blieb mir aber noch der beeindruckend standhafte Auftritt dieses Reformators auf dem Wormser Reichs­tag in Er­in­ne­rung. Im übri­gen ist der Film ein Propagandawerk, das von der „Lu­ther­an Church in Ame­ri­ca” in Auf­trag ge­ge­ben und im März 1954 in West­deutsch­land erst­auf­ge­führt wur­de.

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