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Die lange Zeit verschüttete 'Koubba Almoravide' ('Koubba Ba'adiyn');
links das Kuppelinnere nach der Restaurierung von 2013

Quellen: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d1/C%C3%BApula_almor%C3%A1vide_%28Marrakech%29.jpg   www.madeleine-et-pascal.fr/spip.php?rubrique86  www.planetware.com/photos-large/MAR/morocco-marrakesh-almoravid-koubba-interior.jpg

Die 06.10.15:

Ursprünglich hatten wir vor, schon am Morgen die unter französischem Protektorat angelegte Nordstadt 'La Ville Nouvelle' aufzusuchen. Doch machen wir uns vorher erneut auf den Weg zu zwei gestern verfehlten Zielen in der nördlichen Medina, zuerst zur Koubba Almoravide. Der um 1117 errichtete Kuppelbau ist das einzige Bauwerk jener al­mo­ra­vi­di­schen Gründer der Stadt Marrakech, das der Zerstörung durch die drei Jahrzehnte nachfolgenden Almohaden entging. Ihr ursprünglicher Zweck ist umstritten; vermutlich hatten die Almoraviden sie als Grabdenkmal für geheiligte Personen (Marabouts) vorgesehen. Jedenfalls lag die Koubba in un­mit­tel­ba­rer Nä­he der um 1130 voll­en­de­ten großen Ben-Yous­sef-Moschee und diente ihr bald mit ihren Wasserbecken – das größte wird von dem Kuppelbau überwölbt – zur ri­tu­el­len Rei­ni­gung (Ab­lu­ti­on). Der Ge­bäu­de­kom­plex war in das aus­ge­klü­gel­te, für die Bewässerung von Gartenanlagen und sogar Oasen taugliche unterirdisch angelegte Zuleitungssystem der „Khettara” eingebunden und wies auch eine Zi­ster­ne, mehrere Brunnen sowie seitlich an­ge­bau­te Ab­or­te auf. Lan­ge Zeit lag die Koubba un­ter Ber­gen von Er­de und dem Schutt ei­nes ab­ge­ris­se­nen Moscheebaus verborgen; wie­der­ent­deckt wurde sie erst 1948 und ei­ni­ge Jah­re spä­ter frei­ge­legt.


Das Fundament des Monuments liegt gut fünf Meter unter dem heutigen Straßenniveau. Entgegen den Auskünften unserer Reiseführer ist die Koubba am heutigen Tage nicht zu­gäng­lich, so daß wir sie nur von der nahgelegenen Umgitterung aus betrachten können. Ihre gerippte Kuppel, wie zu lesen und teilweise zu sehen, ist von einem Zinnenkranz sti­li­sier­ter Akan­thus­blät­ter ge­säumt und im Innern mit weiteren floralen Mustern dekoriert, darunter Pinienzapfen und Palmenblätter. Ein schlichtes Sternenband auf der Innenseite ei­nes Por­tal­bo­gens um­faßt eine Rosette, und auch das Kuppelinnere schließt mit ei­ner von einem Muschelkranz umgebenen großen Rosette ab. Die nur teilweise erhaltenen kal­li­gra­phi­schen Schrift­bän­der sollen die äl­te­sten Zeugnisse einer ma­ghre­bi­ni­schen Va­riante der arabischen Kursivschrift sein.


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