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VI GERMANISTICA



Shaolin-Kloster, Gingkobaum mit Fingerspuren einst hier trainierender Mönche.
Daneben: "1000-Buddha-Halle" mit Spuren von Stemmschritten und Sprüngen

Shaolin-Kloster, "Pavillon des Im-Schnee-Stehens"

Quelle für die Fotos linke: H.F.  Für das Foto rechts: www.shanghai-today.com/img/attractions/1%28610%29.jpg


Den Hauptweg durch die Klosteranlagen säumen Zedern und Ginkgos. Auf den Steinplatten eines kleinen Stelenwaldes gedenken Inschriften aus dem 14. bis 20. Jh. der großen Meister, einiger Stifter und anderer Shaolin-Schulen. Durch die statuengeschmückte "Halle der vier großen Himmelskönige" gelangen wir in den Innenbereich des Klosters, der sich bis zur "1000-Buddha-Halle" (Pilu Dian) erstreckt, einer Kultstätte für Kung-Fu-Verehrer. Vertiefungen im Ziegelboden der Halle bezeugen das über Jahr­hunderte geübte Kampftraining dieser Shaolin-Mönche.

   Das davorliegende bescheidene Gebäude, der "Pavillon-des-im-Schnee-Stehens" (Li Xue Ting), verdankt seinen Namen der Legende, daß ein junger Mann als Schüler von Bodhidharma erst angenommen wurde, nachdem er vor dessen Schlafstätte ergeben und ehrerbietig die halbe Nacht lang im Schneegestöber ausgeharrt hatte. Eine drastischere Variante der Legende berichtet, daß der Meister auf die Frage, wann er ihn endlich als Schüler annehmen würde, unwillig geantwortet hätte: "Wenn roter Schnee vom Himmel fällt!" Woraufhin der Jüngling sich einen Arm abtrennte und auf den nun blutgefärbten Schnee hindeutete.


Mit hunderten anderer Besucher findet sich unsere Gruppe bei einer Kung-Fu-Show ein, die mehrmals täglich in einer der größeren Hallen stattfindet. Es sind nicht etwa Mönche, sondern mönchsgleich gekleidete Akrobaten wohl überwiegend der umliegenden Wushu-Schulen. Trotz des Herumwirbelns der Gliedmaßen oder Waffen und diverser scherzhafter Einlagen mit Zuschauern ist das Ganze ziemlich fade. Auszunehmen wäre das Kunststück eines Akrobaten, der eine Nadel dermaßen schnell und präzi­se gegen eine Glasscheibe zu schleudern versteht, dass sie und ein dahinter gehaltener Luftballon durchbohrt werden. (Ein solches Manöver mit platzendem Luftballon konnte man mit Hochgeschwindigkeitskameras dokumentieren und dadurch Aufprallwinkel der Nadel und ihre Beschleunigung auf annähernd 150 km messen.)


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