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Chengde, "Kleiner Potala-Palast" (Putuo Zongsheng Miao); oben der Weiße und darüber der Rote Palast.
Im unteren linken Bildviertel das von zwei Löwen flankierte Äußere Tor, dahinter der rot verputzte Stelenpavillon (mit dem Dharma-Rad), das weiße Fünf-Pagoden-Tor und das in den Zentralbereich führende dreibogige Ehrentor (Paifang).

Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a2/Putuo_Zongcheng_Temple.jpg

5. Tag, So. 16.10.11.:
Am Morgen wird unsere Reisegruppe zu den nördlich und östlich der kaiserlichen Gartenanlagen gelegenen "Acht Äußeren Klö­ster" gefahren. Zwei davon be­sich­ti­gen wir, zuerst den Putuo Zongsheng oder "Kleinen Po­ta­la-Tem­pel", der nach dem Vor­bild des Po­ta­la-Palastes in Lhasa im Maßstab 1:2 erbaut wurde und gleich ihm von ei­nem Wei­ßen und ei­nem Roten Palast ge­krönt wird. Die An­lage wurde in vier Jahren zum 60. Ge­burts­tag (1771) des Qianlong-Kaiser er­stellt und war als Klo­ster für Mön­che des tibetischen Bud­dhis­mus so­wie als Besuchsresidenz des Dalai Lama bestimmt. Wie die Mongolen neigten auch die Man­d­schu dem (Ma­ha­ya­na-)Bud­dhis­mus zu, dessen geistliche Führer sich ihrerseits der Schutzhoheit der Mon­go­len-Khans und dann der Qing-Kaiser un­ter­stell­ten.

   Mit den über 50 unterhalb des Hauptpalastes wie hingestreuten Gebäuden scheint die Anlage keine Zen­tral­achse zu haben, doch läßt sich schon beim Aufstieg vom Äußeren Tor bis hin zum Innentor sehr wohl ei­ne auf den Haupt­pa­last zuführende Aus­rich­tung bemerken. Zunächst wird der Besucher auf den Ste­len­pa­vil­lon hin­ge­führt, des­sen Eingangstor zu bei­den Sei­ten mit dem acht­spei­chi­gen Rad der Leh­re (Dhar­ma­chak­ra) ge­schmückt ist. Die im Pa­vil­lon aufgestellten drei ho­hen Steinstelen ver­zeich­nen in Man­d­schu, Chi­ne­sisch, Ti­be­tisch und Mon­go­lisch die vom Qianlong-Kaiser formulierte Grün­dungs­in­schrift des Pa­la­stes. Und er­in­nern im Be­son­de­ren an das den Kaiser offenbar bewegende Schicksal der westmongolischen Torguten. Diese hat­ten sich 1630 an der un­te­ren Wolga an­ge­sie­delt und wa­ren nach Konflikten mit der zaristischen Ver­wal­tung un­ter gro­ßen Ent­beh­run­gen 1771 zu ihren alten Weidegründen im kaiserlichen Chi­na zu­rück­ge­kehrt.

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