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VI GERMANISTICA

Oben: Anlandung von Garibaldis „Rothemden” bei Marsala am 11.Mai 1860 (Bildmontage)


Rechts oben: Eine der Salinen bei Trápani
Darunter: ERICE; links das Castello di Venus, in der Mitte die Torri Pepoli und darunter die Torretta Pepoli

Bildquellen: ww.orsomarsoblues.it/wp-content/uploads/2014/05/gariba-mars.jpg   www.fotoegrafica.net/saline.html   www.casedelgolfo.it/images/itinerari/erice.jpg

Wir müssen eine gewaltige Umleitung durchs öde Landesinnere in Kauf nehmen, um zu unserem Tagesziel Erice zu kommen. Erst in
Marsala machen wir wieder an der West­kü­ste Zwi­schen­sta­ti­on. Die von den Phöniziern gegründete Stadt wurde nach ihrer Zerstörung um 400 v. Chr. von den Puniern unter dem Namen Lilybaion neu erbaut. Die Na­mens­be­deu­tung
,gen Libyen liegender Ort) wurde von späteren Namensdeutern wohl spöttelnd als ,Ort der Stotterer übersetzt („Li –li ...”). Der jetzige Name hat vermutlich die Be­deu­tung ,Ha­fen Al­lahs/des Al­i und verdankt sich den Arabern, die 827 die Stadt neu erbauten und gut 200 Jahre später den Normannen weichen mussten.

   1860 lan­de­te hier zur Eroberung Siziliens und Neapels Ga­ri­baldis „Armee der Tausend” (der sich der Opportunist Tancredi Falconari in Lampedusas Roman ,Il Get­topardo’ an­schließt).  Und schon um 1770 begannen Eng­län­der hier einen Likörwein zu produzieren, von dem wir für den heutigen Abend eine Flasche aussuchen. – Marsalas Innenstadt hat man vor­züg­lich re­no­viert, so auch den Dom, der schon wenige Jahre nach dem Märtyrertod des Erz­bi­schofs von Canterbury und vormaligen Lordkanzlers Tho­mas Be­cket un­ter des­sen Na­men ein­ge­weiht worden war! Das nor­man­ni­sche Gebäude wurde freilich mehrmals umgebaut und im 17. Jh. mit einer barocken Fassade verkleidet.

 

Auf zunächst schnurgrader Allee fahren wir weiter, vorbei an etlichen Salinen mit ihren Ver­dun­stungs­be­cken, Salzhügelchen und den zur Ent- und Bewässerung dienenden Wind­müh­len. Schließ­lich zeigt sich in der Ferne blick­be­herr­schend der 750 Meter ho­he Berg von Erice. In der Antike befand sich in dieser Stadt, deren Drei­ecks­form sich vermutlich dem Aph­ro­di­te-Kul­t verdankt, ein weithin berühmter Astarte- bzw. Aphro­di­te- oder Ve­nustem­pel. Errichtet hat ihn einer der Legenden gemäß der elymische Kö­nig Eryx, der von He­rak­les im Streit um ein ver­irr­tes Rind dann er­schla­ge­ne Sohn Aphro­di­tes und Po­sei­dons.

   Von der In­du­strie­stadt Trá­pa­ni her nehmen wir die lange gewundene Bergstraße hin­auf und bli­cken an einer Aussichtsstelle voller Entzücken hinunter. Das von uns für ei­ne Über­nach­tung ge­buch­te ,La Pi­ne­ta Park Hotel be­fin­det sich in einem duf­ten­den Pinienwald an der nördlichen Spitze dieser Venusstadt. Es grenzt an eine Zy­klo­pen­mau­er, die teil­wei­se noch aus der elymischen oder punischen Zeit des 8.-6. Jh. v. Chr. stammt! Hier kön­nen wir den Miet­wa­gen end­lich einmal zwei Ta­ge lang ste­hen­las­sen.


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