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Im hochgelegenen GRAÇA -Viertel: Kloster und Kirche São Vicente de Fora sowie (rechts) das Panteão Nacional



Im Panteão Nacional: Die Kenotaphe für Heinrich den Seefahrer, Cabral und Camões

Quellen: www.staedte-fotos.de/1024/lissabon-so-vicente-de-fora-29944.jpg(Helmut Seger)   https://guiastecnicos.turismodeportugal.pt/img/museus/39_panteao_nacional/l/panteao_nacional7.jpg   


Nach wenigen Minuten hügelabwärts kommen wir zum Kloster mit der gleichnamigen Kirche São Vicente de Fora (4). In der Renaissancekirche befinden sich die Gräber der portugiesischen Könige aus dem Hause Bra­gan­ça und auch die der Erzbischöfe von Lissabon (im „Panteão dos Patriarcas de Lisboa”). Statt die Kirche zu besichtigen, gehen wir bloß ein Stück weit durch den an­ge­bau­ten hohen Tor­bogen „Arco Grande de Ci­ma”, der sie mit den be­nach­bar­ten Konventsgebäuden verbindet. In Wim Wenders' ,Lisbon Story’ durchschreitet ihn der in Selbstgespräche ver­tief­te und von Phillip Win­ter mit dem Auf­nah­me­ge­rät ver­folg­te Fried­rich Mun­ro.

 

Erwartungsvoll treten wir bald darauf in die von einer mächtigen Kuppel überwölbte Barockkirche Santa Engrácia ein, die erst nach Jahrhunderten fertiggestellt wurde (1966). Schon 1916 wurde sie von Re­prä­sen­tan­ten der 1. Re­pu­blik Por­tu­gal, deren Präsidenten hier beigesetzt sind, als Gegenentwurf zu jener Königs- und Patriarchenkirche als Portugiesisches Pantheon (5) bestimmt. In dem Gebäude wurde nie­mals ein Got­tes­dienst ge­hal­ten, zeitweilig diente es als Arsenal und Schuhfabrik.

   Das Pantheon ist in der schlichten Form eines griechisches Kreuzes angelegt. Nach einigen Blicke in die Runde suche ich sogleich nach dem Marmorsarkophag des in Theodor Fontanes Roman ,Der Stechlin’ (1898) ge­rühm­ten Poeten João de De­us und finde ihn in der zweiten Rei­he. Seine Wirkungsstätte war das heute so genannte „Museu João de Deus”, wo er mit seiner ,Mutterfibel’ tausenden von ver­nach­läs­sig­ten Kindern Le­sen und Schrei­ben bei­brach­te. Wir wollen die­se Ge­denk­stät­te morgen auf­su­chen.

 P.S. 2006: In das Pantheon wurde als bislang einzige Frau die 1999 verstorbene Fa­do­sän­ge­rin Amália Rodrigues aufgenommen. Und als einziger Sportler 2015 der göttliche Fußballer Eusébio da Silva Ferreira („Pan­te­ra Negra”) – eine gleiche Ehrung wie für Eusébio sahen wir auf dem Prager Ehrenfriedof von Vyšehrad für seinen tschechischen Kollegen Josef „Pe­pi” Bi­can.


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