Home
Impressum
RUTH FLEIGS GALERIE
Schulkinder malen
Bilderbuch Rob. Rabe
Kritzel-Kratzel
HORST FLEIGS TEXTE:
I  Philosophica
II  Reiseberichte
China Okt. 2011
Finnland Sept. 08
Andalusien Sept. 06
Kreta Aug. 05
Sizilien Aug. 03
Griechenland Aug. 01
Ithaka-Peloponnes 97
USA: 1980+1990+2000
Städtetrips:
Marrakech 2015
Davos/Sils 07
Prag Juni 06
Lissabon/Sintra 99
III Zu Wim Wenders
IV Film und Kindheit
V Mitschüler/Schulen
VI Germanistica





Bunkeranlage in Puumala; rechts der Verlauf der SALPA-Linie


Links: Blick vom Panoramacaf├ę der Saimaa-Br├╝cke auf Puumalas Hafen


Man hat Puu­mala mit seinem Ha­fen in wohl freundlich-ironischer Über­trei­bung als
Gi­bral­tar des Sai­maa” tituliert, weil hier die ein­zi­ge Was­ser­pas­sage zwischen dem Finnischen Meerbusen im Süden und den nordöstlichen Seen bei Sa­von­lin­na vor­bei­führt. Puumalas kleiner Ha­fen, der im Sommer so leben­dig sein soll, ist in diesen Tagen allerdings beinahe menschenleer.

   Von der Hafen­pro­me­na­de aus nehmen wir den Lift hoch in den Turm der Saimaa-Brücke, doch ist dessen oft emp­foh­le­nes Panoramacafé in der Nachsaison geschlossen. So steuern wir für Tee und Bier ein an­de­res Café im Orts­zen­trum an. Sein Charme erinnert und wieder an un­se­re bei­den Jahre auf der Nordseeinsel Amrum und auch an die Filmen der ,Proletarischer Trilogie von Aki Kaurismäki. Als ich für mich ein Bier be­stel­le, macht mich die Wirtin auf eine alkohol­stärkere Marke aufmerksam, die sie un­ter der The­ke hervorholt.


In Hafennähe stoßen wir auf eine als Museum eingerichtete Bun­ker­an­la­ge aus dem 2. Weltkrieg. Sie war Teil der 1940/41 erbauten ostfinnischen SAL­PA-Linie, die sich über 1200 km vom Finnischen Meer­bu­sen bis nach Petsamo hochzog, aber im Gegensatz zu anderen Ver­tei­di­gungs­li­ni­en in keine Kampfhandlungen einbezogen werden mußte.

   Bei dem Versuch, Geld mithilfe unserer EC-Kar­ten zu zie­hen, haben wir ebenfalls keinen Erfolg. Dabei kann man als Aus­län­der nur an die­sen OT­TO-Au­to­ma­ten, nicht etwa in Ge­schäften oder Tank­stell­en, über­haupt die EC-Karte nutzen! Auch will mir die PIN-Nummer meiner Kredit­kar­te, die ich für Bar­geldabhebungen seit längerem nicht mehr benutze, nicht mehr recht ein­fal­len. Freilich haben wir noch eine Bar­geld­re­ser­ve und wer­den es morgen früh bei der hiesigen kleinen Bank oder auch in der größeren Or­tschaft Sa­von­lin­na ver­su­chen.

   Nach der Heimfahrt tragen wir wie schon gestern Abend und in den nächsten Tagen ein kleines Match an der Dart­schei­be aus, die an einer Kie­fer neben unserem „Mökki” hängt. Und beschauen uns nach dem Abendessen die umliegenden leer­ste­hen­den Ferienhäu­ser. – Mitt­ler­weile habe ich auch ei­ni­ger­ma­ßen den Bogen ’raus, wie der Kachel­ofen des Haupt­raums zu be­feu­ern ist. Zuvor gab es zwei­mal au­to­ma­ti­schen Alarm, als die Ab­zugs­klap­pe nach dem Anheizen zu früh und dann auch zu weit ge­schlos­sen wurde.

   Wir haben uns reich­lich Lektüre für unsere Stunden am Ka­min mit­ge­bracht. Ruth schafft es, den er­sten Band von Thomas Manns ,Zauberberg’ ein zwei­tes Mal zu le­sen, und ich vertiefe mich bewundernd in Gerd Gai­sers in Dä­ne­mark spie­len­den Jagd­fliegerroman ,Die sterbende Jagd’ (1953).

  - 18 -

ZurückWeiter
Top
http://www.fleig-fleig.de/