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MIKKELI, fiinnisches „Hauptquartier” im 2. Weltkrieg (heute Museum)



Mannerheims Arbeitszimmer im Hauptquartier

Sa. 13.9.08:

Wir brechen früh auf, da die reine Fahrtzeit bis zu unserem Ta­gesziel Puumala mehr als 6 Stunden beträgt. Bei einem er­sten kürze­ren Halt in Hä­meen­lin­na, dem traditionellen Start­platz für den 75 km langen Massen­langlauf nach Lahti, kom­men wir er­neut an einer von Engel erbauten Kup­pel­kir­che vor­bei. Einen län­ge­ren Auf­enthalt nehmen wir in MIKKELI, um das Man­ner­­heim-Mu­­seum besichtigen. Die alte Garnisonstadt, die we­gen ih­rer La­ge in­mit­ten der Saimaa-Seen­plat­te als kaum zu erobern galt, wurde nach dem Stalin-Hit­ler-Pakt von 1939, der Finnland zum In­ter­es­sen­ge­biet der Sow­jet­union er­klär­te, Standort des fin­ni­schen Hauptquartiers. Der Ge­ne­ral­stab wurde in einer umge­bauten Volksschule im Stadt­zen­trum ein­quar­tiert und der Oberbe­fehls­haber Man­ner­heim im ein­sti­gen Leh­rer­zim­mer. Kein Ver­gleich also etwa mit den un­ter­ir­di­schen Bun­ker­an­la­gen für Chur­chills Kriegs­ka­bi­nett, die wir vor Jah­ren in Lon­don be­sich­tigten. Kei­ne 100 Meter ent­fernt von dem Hauptquartier je­doch liegt der Ein­gang zu dem Bun­ker des Nach­rich­ten­zen­trums, in den sich bei den rus­si­schen Bom­bar­die­run­gen Mikkelis auch der Ge­ne­ral­stab in Si­cher­heit brin­gen konnte. Am heu­ti­gen Nach­mit­tag flüchtet sich nur ein Eichhörnchen über die Stra­ße dem Bun­ker­ge­län­de zu.

   Die Innenräume des Museums wurden wie­der wie zur Zeit der Kriegsjahre eingerich­tet; zudem informieren Bild- und Text­ta­feln so­wie Vi­de­o­be­rich­te nicht nur über die mi­li­tä­ri­schen Ope­ra­ti­o­nen, sondern auch über Mithilfe und Opfer der Zi­vil­be­völ­ke­rung. So über die fin­ni­sche Frau­en­or­ga­ni­sa­ti­on „Lot­ta Svärd” und die Verschickung von 120.000 Kin­dern nach Schwe­den, von de­nen freilich an die 15.000 später nicht mehr zu­rück­keh­ren woll­ten.


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