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Die Bay von Cádiz mit Puerto de Santa Maria an der Nordküste (Kupfer Anfang des 18. Jh.)

Rechts oben: Briefmarke mit Kolumbus' Steuermann und dessen Weltkarte von 1500
Darunter: Kartenausschnitt mit Kuba und Umgebung (und Christophorus als Kolumbus-Emblem)


Quelle für das Photo der Bucht: www.bergbook.com/images/28555-01.jpg                                                                 Photo der Weltkarte: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b5/1500_map_by_Juan_de_la_Cosa-North_up.jpg


Mittw. 20.9.06:

Auf der Weiterfahrt von Cádiz nach Carmona überqueren wir die Ende der 1960er Jahre erbaute Klappbrücke nach Puerto Real und machen bald in dem Seestädtchen El Pu­­er­­to de San­ta Maria Halt. Von hier aus brach Kolumbus 1793 zu sei­ner 2. Amerika-Expedition auf. Erneut dabei als Kartograph und Kapitän war der hier an­säs­sige Ju­an de la Co­sa, der als Eig­ner und Steu­ermann von Kolumbus' Flagschiff „Santa Ma­ria” schon an der 1. Ex­pe­di­ti­on von 1792/93 teilgenommen hatte. Berühmt machte ihn seine spätere Weltkarte, die in ei­nem we­sent­li­chen Detail den fundamentalen Irrtum von Kolumbus verdeutlichte:

   Bekanntlich wollte Cristoforo Colombo auf dem westlichen Seeweg die damals zu Indien zählende und von Marco Polo hochgepriesene chinesische Hafenstadt Hangzhou erreichen, ent­deck­te aber stattdessen die Karibischen Inseln, darunter Kuba, das er für eine Randzone von China hielt. La Cosa freilich stellte auf seiner in Puerto de Santa Maria an­gefer­tig­ten Welt­kar­te Ku­ba korrekt als Insel dar, obgleich er auf der 2. Expedition 1494 wie die gesamte Besatzung bei Strafandrohung hatte schwören müssen, daß Kuba keine Insel sei, son­dern zu Asi­en gehöre. La Cosa nahm noch an drei oder vier weiteren Expeditionen teil und wurde 1510 in Kolumbien durch vergiftete Indianerpfeile getötet.


Wir hätten noch gern das zeitweilig von La Cosa und Kolumbus bewohnte Castillo de San Marcos besucht, das gegenwärtig im Besitz eines großen Sherry-Produzenten ist. Es soll je­doch erst in einigen Stunden öffnen, wie uns eine davor postierte uni­for­mier­­te Dame erklärt. Da man ohnehin nur die Architektur dieser im 13. Jh. umgebauten Moschee be­sich­ti­gen oder auch an einer Sherry-Verkostung teilnehmen kann, geben wir den Besuch auf, ent­de­cken aber bei ei­nem Rundgang die in eine Mauer des Kastells eingelassene Ge­denk­pla­ket­te für La Co­sa (die oben abgebildete Bronzebüste und ein Azulejo der Weltkarte be­fin­den sich auf der an­gren­zen­den Pla­za de Juan de la Cosa). – Über die Zeit der vier Ko­lumbus-Ex­pe­di­ti­o­nen wollen wir uns morgen im Westindien-Archiv von Sevil­la nä­her un­ter­rich­ten.


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