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CÓRDOBA, unterhalb der Mitte die Mezquita (Nr. 1); am linken unteren Bildrand ein Eckturm des Alcázar (Nr. 12)
Quellen: http://patiodelposadero.com/wp-content/uploads/2014/02/mapa-turistico.png   https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bc/Mezquita_c%C3%B3rdoba_foto_aerea.JPG


Wir nähern uns CÓRDOBA mit gemischten Empfindungen. Diese Stadt hatte während des relativ aufgeklärten, Wissenschaft und Künste fördernden Islam für die kulturelle Entwicklung nicht nur Europas ei­ne im­men­se Bedeutung, wie im Folgenden deutlicher werden soll. Durch die brutale fanatische Intoleranz des 1496 von Papst Alexander VI. als Katholische Könige” titulierten Königspaares Isabella I. von Ka­sti­li­en und Ferdinand II. von Ara­gón wurde die kosmopolitische Bedeutung Córdobas rasch und gründlich ruiniert. Das hier residierende Paar führte schon 1478 die päpstlich abgesegnete Spa­ni­sche In­qui­si­ti­on mit dem Horror ihrer Glaubensüberprüfungen und Dezimierung der jüdischen und bald auch der maurischen Bevölkerung ein.


Unser Hotel in Córdoba liegt gleich jenseits der Altstadtbrücken. Es ist ein Neubau oh­ne Charme, der von be­waff­ne­ten und mitunter Handschellen führenden Si­cher­heits­krä­ften bewacht wird. Bei unserem Ein­tref­fen ge­gen 14 Uhr ist noch kein Zimmer in diesem Vier­sternehotel „Ciudad de Cór­do­ba” zu bekommen, da soeben eine große spanische Reise­gruppe Zug um Zug die Ho­tel­zim­mer verläßt. Bis zur Ab­fahrt ihrer Busse nimmt sie die Halle der Rezeption voll in Beschlag. Ihr Reiseführer, der mit fast allen auf Du ist, tritt ständig mit Spe­zi­al­wün­schen an die ein­zi­ge und da­durch überforderte An­ge­stell­te in der Lobby heran – ihre vorgesetzte Managerin hatte sich unmittelbar vor dem Eintreffen dieser Gruppe verabschiedet. Im Klei­nen hatten wir schon einigemal ähnliche Ein­fäl­le von Bus­rei­se­grup­pen er­lebt; diesmal sind es zwi­schen 70 und 100 Per­so­nen und vermutlich Mitglieder einer Kirchengemeinde.

   Am nächsten Morgen hat die Reisegruppe auch den Früh­stücks­saal in Beschlag genommen, so daß wir mit einigen anderen In­di­vidu­al­rei­sen­den im Lobbybereich des Hotels frühstücken müs­sen. Als wir am Nachmittag von un­se­rer Stadt­tour zwischen 14 und 15 Uhr zu ei­ner Ru­he­pau­se zurückkehren, ist unser Zim­mer immer noch nicht hergerichtet. Zim­mer­mäd­chen und die Dame an der Rezeption ver­si­chern, dies bis zu un­serer abendlichen Rück­kehr nach­zu­ho­len; als auch dies dann nicht geschehen ist, lasse ich mir ein Be­schwer­de­for­mu­lar brin­gen.


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