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Ruinen von MADINAT AL-ZHARA Im Zentrum der Salón von Abd ar-Rahman III (Nr. 13)
Quellen: www.paisajistasmarbella.com/wp-content/uploads/2-Madinat-al-Zahra-plano-general-de-la-junta-de-Andalucia.jpg  www.scb.es/DesktopModules/DNNInfo_ImageGallery/Albums/temp/684980_12gcinedeverano2007,fotommergold/MEDINA%20AZAHARA%20vista%20norte.jpg (Legende von mir)

 

Kaum 10 km vor Córdobas Innenstadt legen wir einen längeren Halt ein, um die teilweise freigelegten Ruinen der Palast- und Stadtanlagen von Madinat Al-Za­hra (Medina Azahara) zu besichtigen. Es war dies die auf über­ein­an­der­lie­gen­den Terrassen erbaute neue Residenzstadt des Umayyaden-Herrschers Abd ar-Rahman III., des Kalifen von Córdoba. Schon 1010, kaum ein halbes Jahr­hun­dert nach ihrer Fer­tig­stel­lung, wurden Palast und Stadt ob ih­rer Pracht von den fun­damentalistischen bil­derstürmenden Almoraviden-Ber­bern geschleift und lange Zeit als Steinbruch genutzt. Etliche Gipsstukkaturen hat man für den „Gipshof” (Patio del Ye­so) der Alcázares von Sevilla verwendet.  

   Postskript 2015: Die bereits 1911 eingeleiteten Ausgrabungen und vor allem die Restaurierungen haben seit unserem Besuch von 2006 erhebliche Fortschritte gemacht. Ich werde deshalb meinen ur­sprüng­li­chen Bericht, der nur re­la­tiv gut er­hal­te­ne Bauten wie die Moschee, die Wach­stu­be, einen Küchenofen und die Pfer­de­stäl­le erwähnte, im Folgenden entsprechend erweitern:


Die sunnitischen Umayyaden (Omajaden) hatten die erste islamische Dynastie begründet und von Damaskus aus über ein Herrschaftsgebiet regiert, das sich nach ihrem Sieg über die Westgoten (711 n.Chr.) von den Pyrenäen bis zum Indus erstreckte. Nach ihrer Vertreibung durch die Abbasiden mußten sie sich auf Andalusien zurückziehen und gründeten hier 756 das Emirat von Córdoba. Der islamische Fern­han­del überhaupt reichte dadurch „bis nach China sowie auf dem afrikanischen Kontinent bis in das Senegal-Niger-Gebiet und im Nord-Osten ins Warägerreich von Kiew” (Christiane Kothe, ‚Al-Andalus als Macht­zen­trum’, S. 77-82 in: ‚Al Andalus und Europa zwischen Orient und Okzident’, Petersburg 2004; Zitat S. 88). Abd ar-Rah­man III. war der achter Umayyaden-Emir, ernannte sich 929 zum Kalifen und ließ bald, da der Al­cá­zar von Córdoba den administrativen und repräsentativen Anforderungen nicht mehr genügte, diese gewaltige Residenzstadt erbauen, von der auch ge­gen­wär­tig nur et­wa ein Zehntel aus­ge­gra­ben wer­den konn­te. Die Anlage war annähernd 1,5 km lang und 750 Meter breit; architektonisches Vorbild war der Umayyaden-Palast in Damaskus.

   Die gegenwärtig vorgeschlagene Besichtigungstour beginnt auf der obersten der drei in Hanglage erbauten Terrassen. Dieser Trakt umfaßt den Palastbereich mit der – noch nicht vollständig restaurierten – Pri­vat­re­si­denz des Kalifen (Nr. 2), sodann Gebäude für seine Leibgarde, einen Marstall, die Hofküche und Ver­wal­tungs­ge­bäu­de wie das große Haus der Wesire („Casa de los Visires” oder auch „Edi­fi­cio Basilical


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