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Links: „Fränzi” alias „Franci” (Franziska) Schneider und Horst Fleig
Daneben die Bibliothekarin Franziska van der Schalie (um 1990)



Um 1955: „Fränzis” Mutter Irmgard Maria Schneider (*1919 †2009). - Daneben Weihnachtspost 1996
Quelle für das Bibliotheksfoto: https://picclick.ca/1991-Press-Photo-Franziska-Van-der-Schalie-Cuyahoga-391802492678.html

Mitschüler in Alt-Walsum

 

An die Namen und Gesichter meiner Mitschüler kann ich mich nicht mehr spontan erinnern, bei vorgelegten Ph­otos allerdings bin ich mir in der Regel so­gleich si­cher! Aus mei­­nem be­wuß­ten Erinnerungsvermögen könnte ich noch nicht ein­mal sicher ent­schei­den, ob meine Spiel­ka­me­ra­den „Mimi”, „Frän­zi” und (Franz-)­„Jupp” in mei­ne Klas­se gin­gen!

Doch, alle drei sind auf den beiden Erstklassfotos, die Herr Köberling mir zeigte. Sie wur­den im Mi­­nu­­ten­ab­stand ge­macht, sind aber bei­de leider un­scharf. So ist nicht recht zu er­ken­nen ist, ob ich derjenige bin, der sich – jetzt ohne „Kläm­mer­chen” im Haar! – nahe beim Mit­­tel­punkt der Szene auf­ge­stellt hat. Falls ja, wie mein Leh­rer mein­te und auch mir in­zwi­schen schei­nen will, hätte ich mich aus­nahms­wei­se einmal nicht auf ei­nem der hinteren Plät­ze aufgestellt. Eine Aus­nah­me, die frei­lich eben­so er­klär­lich wä­re wie mein sel­te­nes di­rek­tes Lächeln in die Ka­­me­ra: Seitlich vor mir steht mei­ne Spiel­freun­din „Frän­zi”, die eine Schiefertafel mit der Krei­de­auf­schrift „1. Schul­jahr 1951/52” vor sich hält. Ob­gleich sie bei dem grel­len Ge­gen­­licht die Stirn gerunzelt hat, ist ihr Ge­sicht das ein­zi­ge, das mir auf An­hieb wie­der ei­gen­tüm­lich ver­traut ist. Zu ih­rem Äu­ße­ren wuß­te ich bis­lang nur zu schreiben: „Sie hat dunk­­les (dun­­kelblon­des?) sich kräu­seln­des Haar. Trägt sie nicht Zöp­fe?” Ja.


Fränzi wohnt in einem kleinen weißgestrichenen Haus, das an den Bau­ern­hof un­se­res Klassenkameraden „Jupp” Opgen-Rhein an­grenzt. Ihre Mutter, eine Krie­ger­wit­we, ist Lehre­rin an un­se­rer Schu­­le, aber nicht für meine Klasse.

   Zusammen mit Fränzi sitze ich während eines Ver­­steck­spiels geduckt in ei­nem en­gen Schacht an der hin­te­ren Sei­te ihres Hauses. Lan­ge bleibe ich so ne­ben ihr, se­lig-be­klom­men, Kopf an Kopf und Hand in Hand.

Ver­mut­lich spielten wir gerade bei „Räuber-und-Gen­darm” mit.

   Franziska studierte später in Ann Ar­bor/Mi­chi­gan und arbeitete dann wie ihr Mann im Bibliothekswesen. Ihre Mutter Irmgard erhielt 1973, im Jahre meiner eigenen Tü­bin­ger Pro­mo­ti­on, an der Okla­ho­ma State University eine Assistenzprofessur für Deutsche Sprache und Literatur. Zuvor, Ende der 1960er Jahre, hatte sie das Max-Ka­de-Zen­trum in Ann Ar­bor ge­lei­tet, das seit dem 2. Weltkrieg die deutsch-amerikanische Beziehungen insbesondere auf wissenschaftlichem Gebiet fördert.

 

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