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Sintra, Castelo dos Mouros



Palast und Park von Monserrate

Quellen: Google Maps www.aondenaoestou.com/2016/07/castelo-dos-mouros-sintra.html   http://3.bp.blogspot.com/-6IbbO1D45yU/VRBO4MQD2II/AAAAAAAAJ1s/1CBobg_B0Jw/s1600/1%2Ba%­2Bp­ala­cio%2Bmonserrate.jpg   www.smh.com.au/content/dam/images/g/l/x/c/8/t/image.related.articleLeadNarrow.300x0.glxcc4.png/1451534003899.jpg http://static.panoramio.com/photos/large/72616421.jpg


Wir er­klim­men noch das auf 400 Meter Höhe ge­le­ge­ne nahe Mau­ren­ka­stell, von dessen Wehrgängen und -türmen aus sich uns ein grandioser Blick über den Palast bis hin zur Re­gi­on von Maf­ra und unserem benachbarten Quartierort Gradil bietet.

    Das vom 8. bis 9. Jh. auf einem Granitfelsen angelegte Kastell besaß zwei Befestigungsringe, von denen der weitere auch der umliegenden Bevölkerung Zuflucht bot. Mitte des 12. Jh. mußten sich die almoravidischen Mauren dem ersten portugiesischen König Dom Afonso I ergeben, der ihnen bald danach wie auch den Juden Schutzgarantien gab und ebenso ihre (religiösen) Gebräuche akzeptierte. Die letzten Bewohner der militärisch bedeutungslos gewordenen Festung waren überwiegend vor der spanischen In­qui­si­ti­on geflüchtete Juden, bis diese von Manuel I auch aus Portugal vertrieben wurden.

   Neben portugiesischen Fahnen wehen hier oben noch die grüne Fahne des Propheten und eine rote mit dem Davidstern.


Auf der weiteren Fahrt östlich durch die Waldgebirge von Sintra halten wir nach wenigen Kilometern vor dem maurisch inspirierten Palácio de Monserrate. Die Mitte des 19. Jh. von dem eng­li­schen Textilfabrikanten und Sammler Francis Cook erbaute Villa wurde von Angehörigen seiner Familie bis 1946 bewohnt; drei Jahre später erwarb der por­tu­gie­si­sche Staat den Palast. Zur Zeit ist er we­gen Restaurierungsarbeiten leider ver­häng­t. So machen wir einen ausgedehnten Rundgang im Umkreis des großen An­we­sens. Der von Cook angelegte Park hat großenteils eine geographische Systematik, so gibt es in der Nähe der Villa einen mexikanischen Gartentrakt mit Yuccas, Kakteen und Aga­ven sowie einen japanischen mit diversen Bambusarten. Im Wei­teren finden sich neben seltenen heimischen Pflanzen wie dem Erdbeerbaum Exotica aus aller Herren Län­der, dar­un­ter australische Arakaurien und Sumpf­zy­pres­sen.

   Nach einiger Zeit gelangen wir auf Pfade, die im Däm­mer­licht dieses Regenwaldes liegen. Wir kommen an uns un­be­kann­ten Riesenfarnbäumen vorbei; an den Ästen anderer Bäu­me hän­gen büschelartige Flechten, die wir ähnlich vom „Spanischen Moosder US-Südstaaten her kennen, hier jedoch teilweise schrub­ber­har­te Zotteln aufweisen. Es ist nicht ein­mal deut­lich, ob auch sie nur Aufsitzerpflanzen sind oder vielleicht zu der Baumart selber gehören. Besonders an dem aus dem südpazifischen Raum stammenden Ei­sen­holz­baum ali­as Metrosideros Excelsa fallen sie auf. Begleitet werden wir vom Geplätscher und Geriesel des Wassers, das ohne Pumpsysteme aus mehreren Re­gen­was­ser­re­ser­voirs von der Hö­he her­an­ge­lei­tet wird.

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