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Der Pavillon Karls V. und dahinter der Löwenpavillon (Cenador del León)

Rechts oben: Die Springbrunnen im Pavillon Karls V. und - außen rechts - im Löwenpavillon
Darunter: Das Fußbodenlabyrinth im Pavillon Karls V.

Quellen: http://duendeandotv.es/wp/wp-content/uploads/2014/04/image42.jpg               http://pt.advisor.travel/poi/Reales-Alcazares-de-Sevilla-1722/photos#photo_ex_105567     www.flickr.com/photos/gonzalez-alba/sets/72157617985378025/
www.juntadeandalucia.es/averroes/iesvicen/depart/lat/roque.html


Beim Endstück der Groteskenmauer liegt der letzte der von uns besuchte Gärten, der Pavillongarten Karls V. (Jardín del Cenador de la Alcoba). Kaiser Karl ließ den Garten Mitte der 1540er Jahre im Be­reich mehrerer maurischer Obstgärten anlegen und im Zentrum den Pavillon zum Gedenken an seine schon 1539 verstorbene Gemahlin Isabella von Portugal erbauen. Vor allem in wär­me­ren Som­mer­näch­ten nutzte er ihn auch als Schlafraum („alcoba”). Wie sich in dem quadratischen Grundriß und der überbauten Rundkuppel andeutet, ist es der Umbau einer arabischen Qub­ba, die ein Pa­last- oder auch ein Sa­kralgebäude – oft ein Mausoleum – sein konnte.

   1555 wird Karl schrittweise als König und 1556 auch als Kaiser (HRR) abdanken, um die beiden letzten Lebensjahre in der Renaissancevilla von Yuste in der Extremadura zu verbringen, die er nach seinen Vor­stel­lun­gen rasch erbauen und kostbar ausstatten ließ. Er lebte also keineswegs, wie gern kolportiert wird, in dem angrenzenden Hieronymiten-Kloster, auch wenn er für diesen nach den Au­gu­sti­ner­re­geln lebenden Orden starke Sympathien gehegt haben soll.

   Die Bodenpflasterung dieses kaiserlichen Gartenpavillons weist wie einstmals die des Troja-Gartens ein Minotaurus-Labyrinth als machtpolitisches Menetekel auf. Es befindet sich, auf dem linken der bei­den Brun­nen­ph­otos nicht gut zu er­ken­nen und deshalb auch vergrößert abgebildet, zwischen dem Spring­brun­nen und dem Gitterfenster.


*


Den kleinen, nach seinem steinernen Brunnenlöwen benannten Löwenpavillon hat man erst im 17. Jh. in Erinnerung an das Kaiserpaar hinzugefügt. Vom Pavillon Karls V. her gelangt der Besucher in wenigen Schrit­ten und dann einige Treppenstufen hoch zu dem vorgelagerten großen Wasserbecken mit der Löwenskulptur. Welch ansehnliches En­semb­le beide Pavillons in ihrer Gar­ten­land­schaft darstellen, mag auch die­ses 360°-Pa­no­ra­ma­bild zeigen.

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