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HORST FLEIGS TEXTE:
I  Philosophica
II  Reiseberichte
III Zu Wim Wenders
IV Film und Kindheit
V Mitschüler/Schulen
VI GERMANISTICA
A Der alte Goethe
B Zu Theodor Fontane
C Zu »Bonaventura«
Vorbemerkung
Literar. Identität
Mikrostilistik
Exlusionsphase
›Memnon‹-Nacht
Name und Maske
D Zu Aug. Klingemann
MIKROSTILISTISCHE MERKMALSKOMBINATION. - LEKTÜREPHASE DER EXKLUSION

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»Bonaventura« im weitesten Sinn gleichkommt. Zum Anhaltspunkt, um sich nicht ablenken zu lassen durch Lebenslauf und Re­putation, sind allein die Titel der Veröffentlichungen zu nehmen. Das hierzu geeignetste bibliographische Hilfsmittel ist der 2-bändige »Taschengoedeke« von L. Hirschberg (verbesserte Ausgabe von 1970). Nicht interessieren können solche Autoren, bei denen nichts von Risikolust oder der geistigen Beweglichkeit »Bonaventuras« zu verspüren ist: Spezialissimi wie über­set­zende Nurphilologen und Historiker, obrigkeitsbeflissene Schul- und Kirchenmänner, die Branchen der Hege-, Pflege- und Ver­dauungs-Literatur; nicht zu verwerfen ist, was nach Trivialliteratur klingt, es sei denn bei penetranten Verschwisterungen mit der einfachen Sittlichkeit. In Frage kommen, von Abel bis Zuckschwerdt, rund 300 Autoren. Erst wenn diese Hauptprobe sich dem Ende zu neigt, sollen auch schlagkräftigere Spezialverfahren eingesetzt werden: Die »Bonaventura« so geläufigen Fach­sprachen und überdurchschnittlichen Kenntnisse legen es nahe, sowohl nach entsprechenden Berufskombinationen Ausschau zu halten als auch nach weiter umliegenden Jahrgängen von psychiatrischen, philosophischen, (kultur-)»anthropologischen« und insbesondere theater- und rechtswissenschaftlichen Reihen. Unspezifisch heranzuziehen sind die wichtigen literarischen Zeitschriften, Almanache, »Bibliotheken«, Zeitungen, Jahr- und Taschenbücher, -kalender. Zu erwähnen noch kleinere und recht lustlos ausgeführte Recherchen, so nach den ausgesprochenen Feinden Schellings, blinden Literaten oder nach mög­li­chen Namensübersetzungen des Pseudonyms sowie bestimmter Motive der »Nachtwachen«.Anm.)


Bevor im alphabetischen Hauptverfahren Klingemann an die Reihe kam, gab es schon einige Spuren zu verfolgen, bis andere Publikationen den betreffenden von den eigenen Schreibgewohnheiten her entkräfteten. Dabei konnte sich, bloß von der Wort­wahl her, Theodor Hell (= Karl G. Th. Winkler) länger behaupten, ansonsten in der Beschreibungsmanier ein Süßholzraspler.

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Anmerkung im Originalmanuskript:) Grundsätzlich kamen nur Erstausgaben in Betracht. An der Universitätsbibliothek Tübingen war der größere Teil der Autoren im normalen Leihverkehr zu erhalten; ein paar Texte liessen sich auch per Fernleihe nicht mehr aufstöbern.

   10 Wochen konzentrierter Lektüre von Bruchstücken, gegen ein jedes kann man nicht spröde und großzügig genug sein. An zwei, drei verschiedene Text-Abschnitte hielt ich mich; bei Erzählungen immer auch an die ersten Seiten, an die heikelste und letztlich moralische Aufgabe, den Hiat zu einer Wirklichkeitsform mit eigenen Rechten. Viele Autoren aber liessen schon mit dem ersten Satz nichts mehr erwarten ... mit totem Staub bedeckt.

   Nach dieser Intensivphase war, als Nebentätigkeit, fortlaufend zu ergänzen. (Derartige Text-Zuschreibungen sind als Ein­übungen in die Interpretation unschätzbar, kaum ein Verfahren schärft so für Möglichkeiten und zerbricht laufend Vor­ver­ständ­nisse.)

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