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Der Partal-Palast mit seinen Gärten; zur Linken Wohngebäude der Domestiken, zur Rechten das Oratorium (mit Mihrab)


Rechts: Der Gartentrakt; darunter Rundbogenfenster des Oratoriums, daneben rechts die nach Berlin verbrachte Kuppel des „Damenturms”


Quellen: www.planet-laas.de/files/Travelling/2009Andalusia/Alhambra/ElPartal.jpg   www.spanien-newsletter.de/fileadmin/user_upload/ausgabe-2009-april/019gr-granada-alhambra-partal-gaerten-1800096a.jpg

http://farm6.static.flickr.com/5334/6999937054_ab3e3825c0_m.jpg  www.museumsinsel-berlin.de/fileadmin/user_upload/rundgang/islamische_kunst/Alhambra_Kuppel_SMB_Friedrich.jpg


Über den Lindara-Hof gelangen wir zur letzten Station unseres Alhambra-Rundgangs, zu den Resten des Partal-Palastes. Er wurde schon zu Beginn des 14. Jh. von Muhammad III. erbaut und ist damit der älteste der Alhambra. „Partal”, wohl aus dem Arabischen aus „porticus” hergeleitet, bezeichnet im allgemeinen einen Säulengang; er ist hier fünfbogig und offen zur Teichseite hin. Mit dem erst Jahr­hun­der­te später so genannten „Damenturm” („Torre de las Damas”) im Hintergrund kann er sich wie kein anderer Alhambra-Palast breit im eigenen Was­ser­becken spiegeln und wird häufig genau so pho­to­gra­phiert.

   Die drei kleinen Gebäude zur Linken des Partal wurden von der Dienerschaft bewohnt; in einem fanden sich Reste von Wand­ma­le­rei­en, meist Jagd-, Kampf- und Hofszenen, die im Unterschied zu den Malereien in den später erbauten Palästen ausschließlich von islamischen Künstlern stammen sollen.

   Die weitläufigen terrassierten Gartenanlagen hat man erst zu Beginn des 20. Jh. angelegt, zur Zeit der Nasriden war in der damals weitaus größeren Palastanlage hierfür kein Platz. Wasserläufe durch­zie­hen nun die Gärten, man kommt an einem Seerosenteich und einem hübschen Pavillon vorbei und stößt hier und da auf Ruinenreste. Zuletzt bestaune ich eine mir un­be­kann­te schar­lach­ro­te Pflan­ze mit weichem samtenem Blattwerk: Es ist, wie spä­ter zu er­fah­ren, eine „Celosia”, ein bei uns auch als „Sammetblume” bekanntes Hah­nen­fußgewächs. Die Celosia („Celosia nazarí”) war ein be­lieb­tes or­na­men­ta­les Mo­tiv der Al­ham­bra-Paläste, besonders für das hölzerne Git­ter­werk der Fenster. In dem Gebäude rechts neben dem Säulengang, einem kleinen Oratorium mit Mihrab, erscheint die sti­li­sier­te Ce­lo­siablüte im Stuck­de­kor der Zwillingsbogenfenster.

    Die daneben abgebildete 3-4 Meter breite und tiefe Kuppel mit Sternornamentik gehörte einst zum „Damenturm” und wurde 1891 mit Erlaubnis spanischer Behörden von dem damaligen Besitzer des Turms, einem deutschen Bankier, demontiert und in seine Berliner Villa eingebaut. Seit Jahrzehnten befindet sich diese aus Zedern- und Pappelholz gefertigte Kuppel im Museum für Islamische Kunst des Pergamonmuseums. Wäre es nicht an der Zeit, an einen Austausch zu denken?

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